Nationalpark Trakai

Trakai verzaubert mit seiner einzigartigen seenreichen Landschaft und einer im Mittelalter errichteten, im vergangenen Jahrhundert aus Ruinen wieder hergerichteten Burganlage. Die Burgen von Alt-Trakai, Neu-Trakai und die Inselburg sind die Visitenkarte des Landkreises, die heute nicht nur das materielle architektonische, sondern auch das spirituelle Erbe des litauischen Volkes widerspiegelt. Bei der Gründung des litauischen Staates war Trakai aus politischer und militärischer Sicht schließlich eine der wichtigsten Städte.
Der Erkundungsweg im botanischen zoologischen Schutzgebiet von Varnikai ist 3,5 Kilometer lang. Er umfasst zwei Relief- und Landschaftstypen: das bewaldete Relief der Gletscherzeit und einen Sumpf mit restlichen kleinen Seen. Unabhängig davon, welche Natur Sie lieb haben, nutzen Sie diese Möglichkeit. In Varnikai finden Sie eine reiche Pflanzen- und Tierwelt, anmutige Panoramen und die Schönheit der Seen und des Moores.
Jüdisches Leben in Trakai ist heute vor allem durch die Karäer geprägt, eine turkstämmige Religionsgemeinschaft, die sich nicht als jüdisch, sondern als eigenständig versteht und seit dem 14. Jahrhundert dort lebt; sie sind bekannt für ihre einzigartigen Holzhäuser und ihre Küche, während die große traditionelle jüdische Gemeinde Litauens durch Holocaust und Abwanderung stark dezimiert wurde. Das historische jüdische Leben in Trakai, wie in ganz Litauen, war einst sehr bedeutend, mit blühenden Gemeinden, die jedoch unter sowjetischer Herrschaft und während des Zweiten Weltkriegs fast vollständig ausgelöscht wurden, wodurch die Karäer eine besondere, weniger verfolgte Nische bildeten.